erfindsam. Die Moralität entsteht, wenn er das Nützlichesucht, das heisst das, was nicht sogleich oder gar nichtLust gewährt, aber Schmerzlosigkeit verbürgt,namentlich im Interesse mehrerer. Das Schöne und dieKunst geht auf das directe Erzeugen möglichst vielerund mannichfaltiger Lust zurück. Der Mensch hat diethierische Schranke einer Brunstzeit übersprungen; daszeigt ihn auf der Bahn der Lust-Erfindung. Viele Sinnes-freuden hat er von den Thieren her geerbt (der Farben-reiz bei den Pfauen, die Gesangfreude bei den Singvögeln).Der Mensch erfand die Arbeit ohne Mühe, das Spiel,die Betliätigung ohne vernünftigen Zweck. Das Schweifender Phantasie, das Ersinnen des Unmöglichen, ja des Un-sinnigen macht Freude, weil es Thätigkeit ohne. Sinnund Zweck ist. Mit den Armen und Beinen sich be-wegen ist ein Embryo des Kunsttriebs. Der Tanz istBewegung ohne Zweck; Flucht vor der Langeweile istdie Mutter der Künste. Alles Plötzliche gefällt, wennes nicht schadet, so der Witz, das Glänzende, Stark-tönende (Licht, Trommellärm). Denn eine Spannung löstsich dadurch, dass es aufregt und doch nicht schadet.Die Emotion an sich wird erstrebt, das Weinen, * derSchrecken (in der Schauergeschichte), die Spannung;alles, was aufregt, ist angenehm, also die Unlust imGegensatz zur Langeweile als Lust empfunden.
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Mit dem Zerrbild hebt die Kunst an. Dass etwasbedeutet, erfreut. Dass das Bedeutende verspottet, be-lacht wird, erfreut mehr. Das Belachen als erstes Zeichendes höheren seelischen Lebens (wie in der bildendenKunst).