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Die edleren Motive sind die complicirten; alle ein-fachen Motive stehen ziemlich niedrig. Es ist wie bei- den einfachen und complicirten Organismen. Die Längeund Schwierigkeit des ganzen Wegs wirft den Scheindes Grossen und Hohen auf den, welcher ihn geht.
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Vielleicht ist der unegoistische Trieb eine späteEntwicklung des socialen Triebes; jedenfalls nicht um-gekehrt. Der sociale Trieb entsteht aus dem Zwange,welcher ausgeübt wird, sich für ein anderes Wesen zuinteressiren (der Sclave für seinen Herrn, der Soldat fürseinen Führer), oder aus der Furcht mit ihrer Einsicht,dass wir zusammen wirken müssen, um nicht einzeln zuGrunde zu gehen. Diese Empfindung, vererbt, entstehtspäter, ohne dass das ursprüngliche Motiv mit in’s Be-wusstsein trete; es ist zum Bedürfniss geworden, welchesnach der Gelegenheit ausschaut sich zu bethätigen. Fürandere, für eine Gemeinsamkeit, für eine Sache (wieWissenschaft) sich interessiren erscheint dann als un-egoistisch, ist es aber im Grunde nicht gewesen. —
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Beim unegoistischen Triebe ist die Neigung zu einerPerson das Entscheidende (wenn es die Lust am Mitleidnicht ist und ebensowenig die Abwehr der Unlust, welchewir beim Anblick des Leidens fühlen). Aber die Nei-gung macht einen solchen Vorgang doch nicht moralisch?Ist denn alles Interessirt-sein für etwas ausser uns Gele-genes moralisch? — Auch alles sachliche Interesse (bei