Der Darwinist. — St. Augustinus sagt: ego sumveritas et vita, dixit Dominus; non dixit: ego sumconsuetudo! — Schade darum: so ist er nicht die Wahr-heit und weiss nicht, was das Leben ist. —
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Die Philosophen finden den Willen zum Lebennamentlich dadurch bewiesen, dass sie das Schrecklicheoder Nutzlose des Lebens einsehen und doch nicht zumSelbstmord greifen — aber ihre Schilderung desLebens könnte falsch sein! —
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Es giebt viel mehr Behagen als Unbehagen in derWelt: practisch ist der Optimismus in der Herrschaft.Der theoretische Pessimismus entsteht aus der Betrach-tung, wie schlecht und absurd der Grund unseres Be-hagens ist; er wundert sich über die geringe Besonnen-heit und Vernunft in diesem Behagen; er würde dasfortwährende Unbehagen begreiflich finden.
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Unerwartete Belehrung. — Erst ein Leben vollerSchmerzen und Entsagungen lehrt uns, wie das Daseinganz mit Honigseim durchtränkt ist: weshalb die Askesenicht selten aus einem verschmitzten Epicureismus ge-wählt sein mag. — Die „Pessimisten“ sind kluge Leutemit verdorbenem Magen: sie rächen sich mit dem Kopffür ihre schlechte Verdauung.