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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
Entstehung
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Die überfeinen Unglücklichen, wie Leopardi, welchefür ihren Schmerz stolz am ganzen Dasein Rache neh-men, bemerken nicht, wie der göttliche Kuppler des Da-seins dabei über sie lacht: eben jetzt trinken sie wiederaus seinem Mischkrug; denn ihre Rache, ihr Stolz, ihrHang zu denken, was sie leiden, ihre Kunst, es zu sagen ist das nicht alles wieder Honigseim?

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Wenn man nicht das Leben für eine gute Sachehält, die erhalten werden muss, so fehlt all unseren Be-strebungen der Wissenschaft der Sinn (der Nutzen). Selbstwozu Wahrheit?

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Wer das Nichtsein wirklich höher stellt als das Sein,hat im Verhalten zu dem Nächsten dessen Nichtseinmehr zu fördern als dessen Sein. Weil die Moralistendieser Forderung ausbiegen wollen, erfinden sie solcheSätze, dass jeder nur sich selber ins Nichtsein erlösenkönne.

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Schopenhauer concipirt die Welt als einen ungeheurenMenschen, dessen Handlungen wir sehen und dessenCharakter völlig unveränderlich ist: diesen können wireben aus jenen Handlungen erschliessen. Insofern ist esPantheismus oder vielleicht Pandiabolismus; denn er hatkein Interesse, alles, was er wahrnimmt, ins Gute undVollkommene umzudeuten. Aber diese ganze Unter-