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Es ist nicht wahr, dass man das Dasein um jeden Preiswill, zum Beispiel nicht als Thier, auf welches Schopen-hauer so gern hinweist, um die ungeheure Macht desallgemeinen Willens zum Leben festzustellen.
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Warum überhaupt einen Erhaltungstrieb anneh-men? Unter zahllosen unzweckmässigen Bildungen kamenlebensfähige, fortlebensfähige vor; es sind millionenjahre-lange Anpassungen der einzelnen menschlichen Organenöthig gewesen, bis endlich der jetzige Körper regel-mässig entstehen konnte und bis jene Thatsachen regel-mässig sich zeigen, welche man gewöhnlich dem Er-haltungstrieb zuschreibt. Im Grunde geht es dabei jetztebenso nothwendig, nach chemischen Gesetzen zu, wiebeim Wasserfalle mechanisch. Der Finger des Klavier-spielers hat keinen „Trieb“, die richtigen Tasten zu treffen,sondern nur die Gewohnheit. Überhaupt ist das WortTrieb nur eine Bequemlichkeit und wird überall dort an-gewendet, wo regelmässige Wirkungen an Organismennoch nicht auf ihre chemischen und mechanischenGesetze zurückgeführt sind.
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Die geschickten Bewegungen des Fusses beim Aus-gleiten, Stolpern, Klettern sind nicht die Resultate einesblind wirkenden, aber zweckmässigen Instinctes, sonderneinmal angelernt, wie die Bewegungen der Finger beimKlavierspiel. Jetzt wird sehr viel von dieser Fertigkeitgleich vererbt.