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er irgend an welchem Organe irgend welche gewöhnlichganz unbedeutende Lust- oder Unlustempfindungen hat;die Bewegung des Blutes, des Magens, der Gedärmedrückt irgend wie auf die Nerven, er ist immer fühlend,und immer wechselt dies Gefühl. Der Traum verräthdiese innere fortwährende Wandlung des Gefühls unddeutet sie phantastisch aus. Die Stellungen, die die Glie-der im Schlafe einnehmen, machen eine Umstellung derMuskeln nöthig und beeinflussen die Nerven und diesewieder das Gehirn. Unser Sehnerv, unser Ohr, unser Ge-tast ist immer irgendwie erregt. Aber mit dem Er-haltungstrieb hat diese Thatsache einer fortwährendenErregtheit und Bemerkbarkeit des Gefühls nichts gemein.Der Erhaltungstrieb oder die Liebe zum Leben ist ent-weder etwas ganz Bewusstes oder nur ein unklares, irre-führendes Wort für etwas anderes: dass wir der Unlustentgehen wollen, auf alle Weise, und dagegen nach Luststreben. Diese universale Thatsache alles Beseelten istaber jedenfalls keine erste ursprüngliche Thatsache, wiees Schopenhauer vom Willen zum Leben annimmt: —Unlust fliehen, Lust suchen setzt die Existenz der Er-fahrung und diese wieder den Intellect voraus. — DieStärke der Wollust beweist nicht den Willen zum Leben,sondern den Willen zur Lust. Die grosse Angst vordem Tode, mit der Schopenhauer ebenfalls zu Gunstenseiner Annahme vom Willen argumentirt, ist in langemZeitraum grossgezüchtet durch einzelne Religionen, welcheden Tod als entscheidende Stunde ansehen; sie ist hierund da so gross geworden. Falls sie aber unabhängigdavon beobachtet wird, so ist sie nicht mehr als Angstvor dem Sterben, das heisst dem ungeprobten undvielleicht zu gross vorgestellten Schmerz dabei, dannvor den Verlusten, welche durch das Sterben eintreten.