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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
Entstehung
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sich freuen oder:die menschliche Natur müsste eineStümperin sein, wenn sie Wille, Natur sind Über-lebsel des alten Götterglaubens.

48.

Man soll da, wo etwas gethan werden muss, nichtvon Gesetz reden, sondern nur da, wo etwas gethanwerden soll.

49 -

Es war ein sehr glücklicher Fund Schopenhauers,als er vomWillen zum Leben sprach: wir wollen diesenAusdruck uns nicht wieder nehmen lassen und seinemUrheber dafür im Namen der deutschen Sprache dank-bar sein. Aber das soll uns nicht hindern einzusehen,dass der BegriffWille zum Leben vor der Wissenschaftsich noch nicht das Bürgerrecht erobert hat, ebenso wenigals die BegriffeSeele,Gott,Lebenskraft u.s.w. AuchMainländers Reduction dieses Begriffs auf viele indivi-duelleWillen zum Leben bringt uns nicht weiter; manerhält dadurch statt einer universalen Lebenskraft (welchezugleich als ausser, über und in den Dingen gedachtwerden soll!) individuelle Lebenskräfte, gegen welchedasselbe einzuwenden ist wie gegen jene universale.Denn bevor der Mensch ist, ist auch sein Individualwillenoch nicht: oder was sollte dieser sein? Im Leben selberaber sich äussernd ja ist denn das Wille zum Leben?Doch mindestens Wille im Leben zu bleiben, also, umden bekannteren Ausdruck zu wählen, Erhaltungstrieb.Ist es wahr, dass, wenn der Mensch in sein Inneres blickt,er sich als Erhaltungstrieb wahrnimmt? Vielmehrnimmt er nur wahr, dass er immer fühlt, genauer dass