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11 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 3 (1901) Unveröffentlichtes aus der Zeit des Menschlichen, Allzumenschlichen und der Morgenröthe : (1875/76 - 1880/81.)
Entstehung
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Durch gewisse Ansichten über die Dinge ist dasPathos der Empfindung in die Welt gekommen, nichtdurch die Dinge selbst: zum Beispiel alles, was Faustin der ersten Scene als Ursache seiner Leiden angiebt,ist irrthümlich, nämlich auf Grund metaphysischer Er-dichtungen erst so bedeutungsschwer geworden: könnteer dies einsehen, so würde das Pathos seiner Stimmungfehlen.

46.

Ursprünglich sieht der Mensch alle Veränderungenin der Natur nicht als gesetzmässig, sondern als Äusse-rungen des freien Willens, das heisst blinder Zuneigungen,Abneigungen, Affecte, Wuthu.s.w. an: die Natur ist Mensch,nur so viel übermächtiger und unberechenbarer, als diegewöhnlichen Menschen, ein verhüllter, in seinem Zelteschlafender Tyrann; alle Dinge sind Action wie er, nichtnur seine Waffen, Werkzeuge sind belebt gedacht. DieSprachwissenschaft hilft beweisen, dass der Mensch dieNatur vollständig verkannte und falsch benannte: wirsind aber die Erben dieser Benennungen der Dinge, dermenschliche Geist ist in diesen Irrthümern aufgewachsen,durch sie genährt und mächtig geworden.

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Selbst bei den freisinnigsten Denkern schleicht sichMythologie ein, wenn sie von der Natur reden. Dasoll die Natur das und das vorgesehen, erstrebt haben,