eine Lösung ansieht, zum Beispiel das Wesen des Schau-spielers in der Selbstentäusserung und förmlichen Ver-wandlung zu sehen; während das eigentliche Problemdoch ist, durch welche Mittel der Täuschung esder Schauspieler dahin bringt, dass es so scheint, alswäre er verwandelt.
40.
Dichter und phantastische Weise träumen, dass dieNatur (Thiere und Pflanzen) ohne Wissenschaft undMethode einfach aus Liebe und Intuition verstandenwerde. Ganz so stehen noch die Metaphysiker zumMenschen.
41.
Weil die Menschen an der Welt, so weit sie erklärlichist, nicht viel finden, was werthvoll ist, so meinen sie, dasWahre und Wichtige müsse im Unerklärlichen liegen;sie knüpfen ihre höchsten Empfindungen und Ahnungenan das Dunkle, Unerklärliche an. Nun braucht in diesemunaufgehellten Reiche gar nichts Wesentliches zu liegen,es könnte leer sein: es würde für den Menschen das-selbe dabei herauskommen, wenn er nur in seiner Er-kenntnis eine dunkle Stelle hätte: daraus zaubert erdann hervor, was er braucht, und bevölkert den dunklenGang mit Geistern und Ahnungen.
42.
Es ist in der Art der gebundenen Geister, irgendeine Erklärung keiner vorzuziehen; dabei ist man ge-nügsam. Hohe Cultur verlangt, manche Dinge ruhigunerklärt stehen zu lassen: