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ehrliches Gesicht glauben, dass ich Alles in ein paar Jahrenbesser machen kann und besser machen will. Einstweilenhaben diese Vorträge für mich selbst eine exhortativeBedeutung: sie mahnen mich an eine Schuld oder an eineAufgabe, die gerade mir zugefallen ist, besonders nach-dem nun gar der Meister sie feierlich öffentlich auf meineSchultern gelegt hat.*) Es ist aber keine Aufgabe für sojunge Leute, wie ich bin; man muss mir gestatten, wennnicht zu wachsen, doch älter oder alt zu werden. JeneVorträge sind primitiv und dazu etwas improvisirt, glaubenSie mir es nur. Ich halte nicht viel davon, besondersauch der Einkleidung wegen. Fritzsch war bereit, sie zudrucken, ich habe aber geschworen, kein Buch erscheinenzu lassen, bei dem ich nicht ein Gewissen so rein wie einSeraphim besitze. So steht es aber nicht mit diesenVorträgen: sie könnten und dürften besser sein, es istanders als bei meiner Musik, die gerade so ist, wie siesein kann — das heisst in diesem Falle leider schlechtgenug.“ (Frühjahr 1873.)
Vorarbeiten zu den Vorträgen sind fast keine vor-handen: einige Notizen sind S. 420ff. abgedruckt, sowieeine ausgelassene Stelle aus dem sichtlich in einem Zugehingeschriebenen Concept der Reinschrift (eine Stelle derReinschrift S. 341 konnte aus dem Concept emendirtwerden). Die Skizze des 6. Vortrages steht in dies Con-cept hineingeschrieben.
Als Nietzsche im Sommer an die Umarbeitunggieng, sollte der Dialog „künstlerisch umgebildet“ undVortrag 6 und 7 hinzugefügt werden. Eine Reihe vonGedanken und eine neue Skizze der Schlussscene, sowie
*) In dem offenen Brief an Nietzsche anlässlich der WilamowitzschenSchrift über die Geburt der Tragödie. Wagners Ges.‘ Sehr, und Dicht.Band IX, S. 357.
Nietzsche, Werke II. Abtheilung. Bd. IX.
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