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9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
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Diese (die Vorträge) lesen Sie ja mit Vergegenwärti-gung eines ganz bestimmten, und zwar baslerischen Publi-cums; es würde mir jetzt unmöglich erscheinen, so etwasdrucken zu lassen, denn es geht nicht genug in die Tiefeund ist in eine Form eingekleidet, deren Erfindung rechtgering ist. (Nov. 1872.)

Nun werden Sie die Vorträge gelesen haben underschreckt worden sein, wie die Geschichte plötzlich ab-bricht, nachdem so lange präludirt war, und in lauterNegativis und manchen Weitschweifigkeiten der Durstnach den wirklich neuen Gedanken und Vorschlägen immerstärker sich eingestellt hatte. Man bekommt einen trockenenHals bei dieser Lectüre und zuletzt nichts zu trinken!Genau genommen, passte das, was ich mir für den letztenVortrag erdacht hatte eine sehr tolle und bunte Nacht-beleuchtungsscene nicht vor mein Baseler Publicum,und es war gewiss ganz gut, dass mir das Wort imMunde stecken blieb. Im Übrigen werde ich recht umdie Fortsetzung gequält; da ich aber das Nachdenkenüber das ganze Gebiet etwas vertagt habe, etwa auf einTriennium was mir, bei meinem Alter, leicht wirdso wird der letzte Vortrag gewiss nie ausgearbeitet werden.Die ganze Rheinscenerie, sowie alles biographischScheinende ist erschrecklich erlogen. Ich werde michhüten, die Baseler mit den Wahrheiten meines Lebenszu unterhalten oder nicht zu unterhalten; aber selbst dieUmgebung von Rolandseck ist mir in bedenklicherWeiseundeutlich in der Erinnerung. Doch schreibt mir auchFrau Wagner, dass sie sich, am Rheine reisend, meinerSchilderung entsonnen habe. (20. Dez. 1872.)

Ich bin erstaunt und erfreut, verehrtestes Fräulein,dass meine Vorträge so sehr Ihre Theilnahme, ja IhrenBeifall gefunden haben; Sie müssen mir aber auf mein