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eine neue Vorrede, welche den Plan eines Buches voraus-setzt, sind erhalten. Wie die aufgezeichneten Gedankenin dem umzubildenden Dialog in den neuen Vortrag ein-_ . gearbeitet worden wären, darüber lässt sich nichts aus-machen. Sehr interessant ist, dass der Entwurf derSchlussscene zwischen dem Philosophen und dem Künstler— der jetzt als Litterat bezeichnet wird — im Gegen-satz zum ersten Entwurf durchaus pessimistisch endet.Ein Zeichen, wie Nietzsche’s Groll gegen die zeitgenös-sische Cultur sich im Sommer 1872 mehr und mehr ge-steigert hatte. So manche Erfahrungen in der SacheWagners, der „Zöllnerscandal“ (B. II 366) und anderesmögen dabei mitgewirkt haben. Die Aufnahme der „Tra-gödie“, die Schrift von Wilamowitz, — so wenig sie ihninnerlich berührten — hatten ihm mindestens gezeigt,wessen er sich von der Seite seiner „Fachgenossen“ zuversehen habe.
Die Vorrede sodann hat Nietzsche vor Weihnachtengefeilt und mit vier andern Frau Cosima Wagner ge-widmet (B. I, 232, B. II, 383). Er wusste damals gewiss,dass er zur Umarbeitung nie mehr gelangen werde: derWinter 1872—73 war fast ganz von der beglückendenArbeit am Philosophenbuch ausgefüllt.
Das Ver- Der Aufsatz „das Verhältniss der schopenhauerischenschopen- Philosophie zu einer deutschen Cultur“ bildet, genau ge-^Ph^os' 1611 nommen , eine Überleitung zu den Unzeitgemässen Be-phie zu Pachtungen und klingt mehrfach an die „Bayreuthereill sclien Ut "Horizontbetrachtungen“ an. Die letztgültige RedactionCultur. liegt zeitlich später als ein guter Theil der Vorarbeitenzum Philosophenbuch. Es ist eine der Weihnachten 1872geschriebenen 5 Vorreden, von denen die erste in diePhilosophen (Heraklit) aufgegangen ist, die 4 anderenstehen in diesem Bande. Nr. 3 ist ein Stück der aus-