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stehenden Bildung übt, wird man zum Theil schon in diePfortenser Zeit zurückdatiren dürfen. Auch in der Leip-ziger Zeit beschäftigten den zukünftigen Docenten solcheGedanken viel, wie die Briefe an Deussen verrathen(B. I, 107). In Basel lehrte er an den oberen Klassendes Pädagogiums und es ist bekannt, wie wichtig erdas Unterrichten auf dieser Stufe genommen hat. ImJahr 1870 taucht erstmals der Plan „über die Zukunftunserer Bildungsanstalten“ auf. Am 7. Nov. schreibter an Gersdorff (I, 176): „Im Vertrauen: ich haltedas jetzige Preussen für eine der Cultur höchst ge-fährliche Macht. Das Schulwesen will ich einmalspäter öffentlich blosslegen“ u. s. w. Auch der positivePlan einer neuen Akademie, des „Klosters der Erzieher“,ist in dem herzbewegenden, „frater Fridericus“ Unterzeich-neten, Briefe an Rohde vom 15. Dez. (II, 214ff.) mitvölliger Klarheit gekennzeichnet. Rohde’s Antwort wirktewohl stark ernüchternd: „woher die Mittel nehmen?“, „esgiebt wohl Nöthe, die keine Heilung kennen“. —
Im Herbst 1871 befand sich Nietzsche nach derLeipziger Zusammenkunft mit den Freunden in glücklichstgehobener Stimmung, wie der Brief an Gersdorff I, 193 ff.verräth: „nur noch als Kämpfer haben wir gerade inunserer Zeit ein Recht zu existiren, als Vorkämpfer fürein kommendes saeculum, dessen Formation wir an uns,an unsern besten Stunden, etwa ahnen können: da diesebesten Stunden uns doch offenbar dem Geiste unsererZeit entfremden, aber doch irgendwo eine Heimath habenmüssen; weshalb ich glaube, wir haben in diesen Stundenso eine dumpfe Witterung des Kommenden. Haben wirnicht auch aus unserer letzten gemeinsamen LeipzigerErinnerung noch das Gedächtniss an solche entfremdeteMomente, die in ein anderes saeculum gehören? — Also