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völlig erneuten und gereinigten Bildung und in gemein-samer Arbeit, auch wieder zu Gesetzgebern der alltäg-lichen Erziehung — der Erziehung zu eben jener Bildung —werden; wahrscheinlich müssen sie dann wiederum Tabellenmachen; aber wie fern ist die Zeit! Und was wird nichtalles inzwischen geschehen sein! Vielleicht liegt zwischenihr und der Gegenwart die Vernichtung des Gymnasiums,vielleicht selbst die Vernichtung der Universität, oderwenigstens eine so totale Umgestaltung der eben ge-nannten Bildungsanstalten, dass deren alte Tabellen sichspäteren Augen wie Überreste aus der Pfahlbautenzeitdarbieten möchten.
Für die ruhigen Leser ist das Buch bestimmt, fürMenschen, welche noch nicht in die schwindelnde Hastunseres rollenden Zeitalters hineingerissen sind und nochnicht ein götzendienerisches Vergnügen daran empfinden,wenn sie sich unter seine Räder werfen, für Menschenalso, die noch nicht den Werth jedes Dinges nach derZeitersparniss oder Zeitversäumniss abzuschätzen sich ge-wöhnt haben. Das heisst — für sehr wenige Menschen.Diese aber „haben noch Zeit“, diese dürfen, ohne vorsich selbst zu erröthen, die fruchtbarsten und kräftigstenMomente ihres Tages zusammen suchen, um über dieZukunft unserer Bildung nachzudenken, diese dürfenselbst glauben, auf eine recht nutzbringende und würdigeArt bis zum Abend zu kommen, nämlich in der meditatiogeneris futuri. Ein solcher Mensch hat noch nicht ver-lernt zu denken, während er liest, er versteht noch dasGeheimniss, zwischen den Zeilen zu lesen, ja er ist soverschwenderisch geartet, dass er gar noch über dasGelesene nachdenkt — vielleicht lange nachdem er dasBuch aus den Händen gelegt hat. Und zwar nicht, umeine Recension oder wieder ein Buch zu schreiben,