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Kameraden, wie sie führerlos einem widerlichen Jugend-taumel überlassen wurden. Und er ergrimmte. Mit dergleichen Miene der stolzesten Empörung erhob er sich,mit der sein Friedrich Schiller einst die „Räuber“ vorden Genossen recitirt haben mochte: und wenn dieserseinem Schauspiel das Bild eines Löwen und die Auf-schrift „in tyrannos“ gegeben hatte, so war sein Jüngerselbst jener zum Sprunge sich anschickende Löwe: undwirklich erzitterten alle ^Tyrannen“. Ja, diese empörtenJünglinge sahen für den scheuen und oberflächlichenBlick nicht viel anders aus als Schiller’s Räuber: ihreReden klangen dem ängstlichen Horcher wohl so, alsob Sparta und Rom gegen sie Nonnenklöster gewesenwären. Der Schrecken über diese empörten Jünglingewar so allgemein, wie ihn nicht einmal jene „Räuber“in der Sphäre der Höfe erregt hatten: von denen
doch ein deutscher Fürst, nach Goethe’s Erklärung,einmal geäussert haben soll: „wäre er Gott und hätteer die Entstehung der Räuber vorausgesehen, so würdeer die Welt nicht geschaffen haben“.
Woher die unbegreifliche Stärke dieses Schreckens?Denn jene empörten Jünglinge waren die tapfersten begab-testen und reinsten unter ihren Genossen: eine grossherzigeUnbekümmertheit, eine edle Einfalt der Sitte zeichnete siein Gebärde und Tracht aus: die herrlichsten Gebote ver-knüpften sie unter einander zu strenger und frommerTüchtigkeit; was konnte man an ihnen fürchten? Es istnie zur Klarheit zu bringen, wie weit man bei dieserFurcht sich betrog oder sich verstellte oder wirklich dasRechte erkannte: aber ein fester Instinct sprach ausdieser Furcht und aus der schmachvollen und unsinnigenVerfolgung. Dieser Instinct hasste mit zähem Hassezweierlei an der Burschenschaft: einmal ihre Organisation,