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ihr euch schon sagen lassen — vielmehr als eine unbe-hülfliche Last auf dem Nacken sitzen, als dass sie euchbeflügelte und emporzöge.
Wenn ihr nun, ihr Ehrlichen, auf diesen drei Stufender Einsicht ehrlich geblieben seid und den jetzigenStudenten als ungeeignet und unvorbereitet für Philoso-phie, als instinctlos für wahre Kunst und als frei sichdünkenden Barbaren, angesichts der Griechen, erkannthabt, so werdet ihr doch nicht beleidigt vor ihm zurück-fliehn, wenn ihr auch vielleicht zu nahe Berührungen gerneverhüten möchtet. Denn so wie er ist, ist er unschuldig:so wie ihr ihn erkannt habt, klagt er stumm, doch fürchter-lich die Schuldigen an.
Ihr müsstet die geheime Sprache verstehen, die dieserverschuldet Unschuldige vor sich selbst führt: dann würdetihr auch das innere Wesen jener nach aussen hin gernzur Schau getragnen Selbständigkeit verstehen lernen.Keinem der edler ausgerüsteten Jünglinge ist jene rast-lose, ermüdende verwirrende entnervende Bildungsnothferne geblieben: für jene Zeit, in der er scheinbar dereinzig Freie in einer beamteten und bediensteten Wirk-lichkeit ist, büsst er jene grossartige Illusion der Freiheitdurch immer sich erneuernde Qualen und Zweifel. Erfühlt, dass er sich selbst nicht führen, sich selbst nicht helfenkann: dann taucht er sich hoffnungsarm in die Welt desTages und der Tagesarbeit: die trivialste Geschäftigkeitumhüllt ihn, schlaff sinken seine Glieder. Plötzlich wie-der rafft er sich auf: noch fühlt er die Kraft nicht er-lahmt, die ihn oben zu halten vermag. Stolze und edleEntschlüsse bilden sich und wachsen in ihm. Es erschrecktihn, in enger kleinlicher Fachmässigkeit so frühe zu ver-sinken; und nun greift er nach Stützen und Pfeilern, umnicht in jene Bahn gerissen zu werden. Umsonst! diese