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ordentliche Bedeutung: an seinem Bildungsziele, je nach-dem es gesteckt ist, müssten sich alle anderen Institutemessen, an den Verirrungen seiner Tendenz hätten jenemitzuleiden. Eine solche Bedeutung, als bewegenderMittelpunkt, könne jetzt selbst die Universität nicht mehrfür sich in Anspruch nehmen, die, bei ihrer jetzigen For-mation, wenigstens nach einer wichtigen Seite hin nurals Ausbau der Gymnasialtendenz gelten dürfe. Hier ver-sprachen Sie mir eine spätere Ausführung: etwas, wasvielleicht auch unsre studirenden Freunde bezeugenkönnen, die unser damaliges Gespräch möglicher Weisemit angehört haben.“
„Dies bezeugen wir“, versetzte ich. Der Philosophwendete sich gegen uns und versetzte: „Nun, wenn ihrwirklich zugehört habt, so könnt ihr mir einmal be-schreiben, was ihr, nach allem Gesagten, unter derjetzigen Gymnasialtendenz versteht. Zudem steht ihrdieser Sphäre noch nahe genug, um meine Gedankenan euren Erfahrungen und Empfindungen messen zukönnen.“
Mein Freund erwiderte, schnell und behend wie seineArt ist, etwa Folgendes: „Bis jetzt hatten wir immergeglaubt, dass die einzige Absicht des Gymnasiums sei,für die Universität vorzubereiten. Diese Vorbereitungaber soll uns selbständig genug für die ausserordentlichfreie Stellung eines Akademikers machen. Denn esscheint mir, dass in keinem Gebiete des jetzigen Lebensdem Einzelnen so viel zu entscheiden und zu verfügenüberlassen sei, wie im Bereiche des studentischen Lebens.Er muss sich selbst, auf einer weiten, ihm völlig freige-gebnen Fläche, auf mehrere Jahre hinaus führen können:also wird das Gymnasium versuchen müssen, ihn selb-ständig zu machen.“