bis vierzig Stimmen, kräftige männliche Stimmen — undvon wo aus begrüsst uns jener Schwarm? Er scheintnoch nicht das jenseitige Ufer des Rheins verlassen zuhaben •—■ doch das müssen wir ja sehen können, vonunserer Bank aus. Kommen Sie schnell dahin!“
An der Stelle nämlich, auf der wir bis jetzt auf-und abgegangen waren, in der Nähe jenes gewaltigenBaumstumpfes, war die Aussicht nach dem Rheine zudurch das dichte finstere und hohe Gehölz abgeschnitten.Dagegen habe ich erzählt, dass man von jenem Ruhe-platz aus, etwas tiefer als die ebene Fläche auf derHöhe des Berges, einen Durchblick durch die Baum-gipfel hindurch hatte und dass gerade der Rhein, mitder Insel Nonnenwörth im Arme, den Mittelpunkt desgerundeten Ausschnittes für den Beschauer ausfüllte.Wir liefen eilig, doch mit Vorsicht für den greisenPhilosophen, nach diesem Ruheplatze hin: es war schwarzeDunkelheit im Walde, und den Philosophen rechts undlinks geleitend, erriethen wir mehr den gebahnten Weg,als dass wir ihn wahrnahmen.
Kaum hatten wir die Bänke erreicht, als uns einfeuriges, trübes, breites und unruhiges Leuchten, offenbarvon der anderen Seite des Rheines her, in’s Auge fiel.„Das sind Fackeln“, rief ich; „nichts ist sicherer, als dassdort drüben meine Kameraden aus Bonn sind und dassIhr Freund in ihrer Mitte sein muss. Diese haben ge-sungen, diese werden ihm das Geleit geben. Sehen Sie!Hören Sie! Jetzt steigt man in die Kähne: in wenigmehr als einer halben Stunde wird der Fackelzug hieroben angelangt sein.“
Der Philosoph sprang zurück. „Was sagen Sie?“versetzte er, „Ihre Kameraden aus Bonn, also Studenten,mit Studenten käme meine Freund?“