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9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
Entstehung
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397
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Fünfter Vortrag.(Gehalten am 23. März 1872.)

Meine verehrten Zuhörer! Wenn das, was ich Ihnenvon den mannichfaltig erregten, in nächtlicher Stillegeführten Reden unseres Philosophen erzählt habe, miteinigem Mitgefühl von Ihnen aufgenommen ist, so dürfteSie die zuletzt berichtete unmuthige Entschliessung des-selben in ähnlicher Weise getroffen haben, wie sie unsdamals traf. Plötzlich nämlich kündigte er uns an, dasser gehen wolle: im Stich gelassen von seinem Freundeund wenig erquickt von dem, was wir, sammt seinemBegleiter, ihm in solcher Einöde entgegenzubringenwussten, schien er nun hastig den nutzlos verlängertenAufenthalt auf dem Berge abbrechen zu wollen. DerTag durfte ihm als verloren gelten: und ihn gleich-sam von sich abschüttelnd hätte er gewiss auch gerndas Andenken an unsere Bekanntschaft ihm hinter-drein werfen mögen. Und so trieb er uns unwillig anzu gehen, als ein neues Phänomen ihn zum Stillstehenzwang, und der bereits erhobene Fuss sich wieder zögerndsenkte.

Ein farbiger Lichtschein und ein knatterndes schnellverhallendes Getöse, aus der Gegend des Rheines her,bannte unsere Aufmerksamkeit; und gleich darauf zogsich eine langsame melodische Phrase, im Einklänge, dochdurch zahlreiche jugendliche Stimmen verstärkt, aus derFerne zu uns herüber.Dies ist ja sein Signal, rief der