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Denn so elend ist der Mensch, dass er durch nichtseinem Fremden so schnell nahe kommt, als wenn diesereine Schwäche, einen Defect merken lässt. Dass unserPhilosoph erhitzt wurde und Schimpfworte gebrauchte,überbrückte etwas die bisher allein empfundene scheueEhrerbietung; für den, der eine solche Beobachtung em-pörend findet, sei hinzugesetzt, dass diese Brücke oftmalsvon der entfernten Verehrung zur persönlichen Liebeund zum Mitleiden führt. Und dieses Mitleiden trat,nach jenem Gefühl der Restitution unserer Persönlichkeit,allmählich immer stärker hervor. Wozu führten wir denalten Mann hier nächtlicher Weile zwischen Baum undFels herum? Und da er dies uns nachgegeben hatte,warum fanden wir nicht eine ruhigere und bescheidenereForm, uns belehren zu lassen, warum mussten wir zudrei in so ungeschickter Weise unsern Widerspruchäussern ?
Denn jetzt merkten wir es bereits, wie unbedacht,unvorbereitet und unerfahren unsere Einwendungen waren,wie sehr gerade in ihnen das Echo der Gegenwart wieder-klang, deren Stimme der Alte nun einmal im Bereicheder Bildung nicht hören mochte. Unsere Einwendungenwaren überdies nicht eigentlich rein aus dem Intellecteentsprungen: der Grund, der durch die Reden des Philo-sophen erregt und zum Widerstand gereizt war, schienanderswo zu liegen. Vielleicht sprach aus uns nur dieinstinctive Angst, ob gerade unsere Individuen bei solchenAnsichten, wie sie der Philosoph hatte, vortheilhaft be-dacht seien, vielleicht drängten sich alle jene früherenEinbildungen, die wir uns über unsere eigene Bildunggemacht hatten, jetzt zu der Noth zusammen, um jedenPreis Gründe gegen eine Betrachtungsart zu finden,durch die allerdings unser vermeintlicher Anspruch auf