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Bildung zertrümmern könnte. Eine allgemeine Muth-losigkeit überkam mich: die Flucht in die Einsamkeitwar nicht Hochmuth, nicht Überhebung.“ Darauf hatteer, zu seiner Entschuldigung, die allgemeine Signaturdieses Bildungswesens so beschrieben, dass der Philosophnicht umhin konnte, mit mitleidiger Stimme ihm in’sWort zu fallen und ihn so zu beruhigen.
„Nun, halt einmal still, mein armer Freund“, sagteer; „ich begreife dich jetzt besser und hätte dir vorhinkein so hartes Wort sagen sollen. Du hast in allemRecht, nur nicht in deiner Muthlosigkeit. Ich will dirjetzt etwas zu deinem Tröste sagen. Wie lange glaubstdu wohl, dass das auf dir so schwer lastende Bildungs-gebahren in der Schule unsrer Gegenwart noch dauernwerde? Ich will dir meinen Glauben darüber nicht vor-enthalten: seine Zeit ist vorüber, seine Tage sind gezählt.Der erste, der es wagen wird, auf diesem Gebiete ganzehrlich zu sein, wird den Wiederhall seiner Ehrlichkeit austausend muthigen Seelen zu hören bekommen. Denn imGrunde ist unter den edler begabten und wärmer fühlen-den Menschen dieser Gegenwart ein stillschweigendesEinverständniss: jeder von ihnen weiss, was er von denBildungszuständen der Schule zu leiden hatte , jedermöchte seine Nachkommen mindestens von dem gleichenDrucke erlösen, wenn er sich auch selbst preisgebenmüsste. Dass aber trotzdem es nirgends zur vollenEhrlichkeit kommt, hat seine traurige Ursache in derpädagogischen Geistesarmut!! unserer Zeit; es fehlt geradehier an wirklich erfinderischen Begabungen, es fehlenhier die wahrhaft praktischen Menschen, das heisst die-jenigen, welche gute und neue Einfälle haben und welchewissen, dass die rechte Genialität und die rechte Praxissich nothwendig im gleichen Individuum begegnen