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9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
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Entschuldigung erklären muss. Es ist ja die grösstealler Anmaassungen, Prophet sein zu wollen, so dass esbereits lächerlich klingt zu erklären, dass man es nichtsein will. Es dürfte niemand über die Zukunft unsererBildung und eine damit im Zusammenhänge stehendeZukunft unserer Erziehungsmittel und -methoden sich imTone der Weissagung vernehmen lassen, wenn er nichtbeweisen kann, dass diese zukünftige Bildung in irgendwelchem Maasse bereits Gegenwart ist und nur in einemviel höheren Maasse um sich zu greifen hat, um einennothwendigen Einfluss auf Schule und Erziehungsinsti-tute auszuüben. Man gestatte mir nur, aus den Ein-geweiden der Gegenwart, gleich einem römischen Haru-spex, die Zukunft zu errathen, was in diesem Falle nichtmehr und nicht weniger sagen will als einer schon vor-' handenen Bildungstendenz den einstmaligen Sieg zu ver-i heissen, ob sie gleich augenblicklich nicht beliebt, nicht[ geehrt, nicht verbreitet ist. Sie wird aber siegen, wieich mit höchstem Vertrauen annehme, weil sie den grösstenund mächtigsten Bun desgenossen hat, die Natu r: wobeiwir freilich nicht verschweigen dürfen, dass viele Voraus-setzungen unsrer modernen Bildungsmethoden den Cha-rakter des Unnatürlichen an sich tragen und dass dieirprViäagnigg-'mng ten Schwä chen unserer Gegenwart gerademit diesen u nnatürliche n Bildung smetho den Zusammen-hängen. Wer mit dieser Gegenwart sich durchaus einsfühlt und sie als etwasSelbstverständliches nimmt, denbeneiden wir weder um diesen Glauben noch um diesskandalös gebildete Modewortselbstverständlich: weraber, auf dem entgegengesetzten Standpunkte angelangt,bereits verzweifelt, der braucht auch nicht mehr zukämpfen und darf sich nur der Einsamkeit ergeben, umbald allein zu sein. Zwischen diesenSelbstverständ-