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9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
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Mimus uns noch einmal wahrhaft befriedigen werden.Der Sänger der Bühne bringt eine schwierige Complicationhervor. In der Theorie scheint Wagner völlig daraufhinauszukommen. Er legt allen Werth auf das An-sich-verständliche der Handlung, den Mimus. Der unver-ständliche Text ist eine grosse Schwierigkeit: die For-derung eines dramatischen Sängers an sich eine Unnatur:ich verlege den Sänger ins Orchester und reinige damitdie Scene.

Wagner hat unglaubliche Mühe mit dem Sängergehabt: um ihm eine natürliche Position zu geben, ist erauf die Sprachmelodie und auf den Urvers zurückgegangen.Hier hat er die Operntendenz mit titanischer Kraft zuverrücken gesucht, ja fast die Musik umgeworfen: vondiesem entsetzlichen Punkte aus. Das Drama, das dasWort braucht: das Orchester als Nachahmung der mensch-lichen Stimme. Ich denke, wir müssen den Sänger über-haupt streichen. Denn der dramatische Sänger ist einUnding. Oder wir müssen ihn ins Orchester nehmen.Aber er darf die Musik nicht mehr alteriren, sondernmuss als Chor wirken, das heisst als voller Menschen-stimmenklang mit dem Orchester zusammen. Die Resti-tution des Chors: daneben die Bildwelt, der Mimus. DieAlten haben das rechte Verhältniss: nur durch eineübermässige Bevorzugung des Apollinischen ist die Tra-gödie zu Grunde gegangen: wir müssen auf die vor-äschyleische Stufe zurückgehen.

Aber die mangelhafte Befähigung zum Mimus!Der Mimus ist fast nur erträglich bis jetzt dadurch,dass der Sänger Mimus ist, das heisst dadurch, dasswir auf ihn hören und ihn verstehen wollen.

Die Unnatürlichkeit, dass der Sänger im Orchestersingt und der Mimus auf der Bühne vor sich geht, ist