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(beginnt deshalb mit der Renaissance) d. h. es wirdder von Sokrates begonnene Weg fortgesetzt. Nur unsregrossen deutschen Musiker und Shakespeare stehn ausser-halb dieses Processes, als bereits erreichte Höhepunkte.Und man muss diese Höhepunkte nicht historisch amEnde erwarten wollen. Es gab Jugendmomente in Goethe(Conception des Faust), wo er ebenfalls über jenen Pro-cess hinaus schaute: wohin?
Das Problem: zu Shakespeare und Beethoven dieCultur zu finden. Und hier mögen unsre Schiller undWagner, als Menschen, die Vorläufer sein. Befreiungvom Romanismus: bis jetzt nur Umbildung des Roma-nismus, wie die Reformation nur eine Umbildung war.
183.
Wenn die Musik sich an der Hand der Lyrik ent-wickelt, so heisst das soviel: der Musiker zwingt undgewöhnt den Laien zur Musik und zum allmählichen Ver-ständniss durch die annähernde Interpretation der Lyrik.
Man vergleiche die schwere Annäherung an dieletzten beethovenschen Quartette oder an die Missasolemnis.
Befreiung der Sj'mphonie von ihrem romani-schen Schematismus. Entfesselung des Rhythmus.
Im Tristan ist Wort Gedanke und Bild Gegen-gewicht gegen den völlig verzehrenden Idealismus derMusik.
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