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Ich glaube, dass wir, wenn wir nicht Künstler sind,die Kunst nur an idyllischen Stimmungen und idyllischverstehn. Das ist unser modernes Loos: wir geniessenalso als moralische Wesen. Die griechische Welt istvorbei.
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Wenn Richard Wagner der Musik den Charakterdes „Erhabenen“ zuschreibt, im Gegensatz zum Gefällig-Schönen, so zeigt sich hierin die moralische Seite derneueren Kunst.
Jener Wille, der unter allen Gefühlen und Erkennt-nissen sich bewegt und den die Musik darstellt, er istder empirischen Welt gegenüber ein paradiesisch-ahnungsreicher Urzustand, der sich zur Welt verhältwie die Idylle zur Gegenwart.
Wir geniessen diesen Urzustand mit der mora-lischen Empfindung des Erhabenen, des Nicht-wieder-zu-erreichens, es sind die „Mütter“ des Daseins: dortherhaben wir die wahre Helena, die Musik, zu holen.
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Die neue Bildung der Renaissance, mit ihrem An-schluss an’s Alterthum, suchte auch eine entsprechendeneue Kunst: während in Malerei Plastik und Palestrinadas Mittelalter zu seinem höchsten Abschluss kam.
Der Boden der neuen Kunst ist nicht mehr dasVolk, wohl aber versteht man das Volk idyllisch undstrebt nach ihm hin. Die Arie und der moderneStaat, beide mit der Sehnsucht nach dem Volke, doch