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Allen jenen aber, die der Musik nur mit ihren Affectenbeizukommen vermögen, ist zu sagen, dass sie immerin den Vorhallen bleiben und keinen Zutritt zu demHeiligthum der Musik haben werden: als welches derAffect, wie ich sagte, nicht zu zeigen, sondern nur zusymbolisiren vermag.
Was dagegen den Ursprung der Musik betrifft, sohabe ich schon erklärt, dass dieser nie und nimmer im„Willen“ liegen kann, vielmehr im Schoosse jener Kraftruht, die unter der Form des „Willens“ eine Visionsweltaus sich erzeugt: der Ursprung der Musik liegtjenseits aller Individuation, ein Satz, der sich nachunsrer Erörterung über das Dionysische aus sich selbstbeweist. An dieser Stelle möchte ich mir gestatten, dieentscheidenden Behauptungen, zu denen uns der be-handelte Gegensatz des Dionysischen und des Apolli-nischen genöthigt hat, noch einmal übersichtlich nebeneinander zu stellen.
Der „Wille“, als ursprünglichste Erscheinungsform,ist Gegenstand der Musik: in welchem Sinne sie Nach-ahmung der Natur, aber der allgemeinsten Form derNatur genannt werden kann. —
Der „Wille“ selbst und die Gefühle — als die schonmit Vorstellungen durchdrungenen Willensmanifestationen— sind völlig unvermögend Musik aus sich zu erzeugen:wie es andernseits der Musik völlig versagt ist, Gefühledarzustellen, Gefühle zum Gegenstand zu haben, währendder Wille ihr einziger Gegenstand ist. —
Wer Gefühle als Wirkungen der Musik davonträgt,hat an ihnen gleichsam ein symbolisches Zwischenreich,das ihm einen Vorgeschmack von der Musik gebenkann, doch ihn zugleich aus ihren innersten Heiligthümernausschliesst. —