symbolisiren sich im Tone des Sprechenden: währendsämmtliche übrigen Vorstellungen durch die Geberden-symbolik des Sprechenden bezeichnet werden. Insofernjener Urgrund in allen Menschen derselbe ist, ist auchder Tonuntergrund der allgemeine und über die Ver-schiedenheit der Sprachen hinaus verständliche. Aus ihmentwickelt sich nun die willkürlichere und ihrem Funda-ment nicht völlig adäquate Geberdensymbolik: mit derdie Mannigfaltigkeit der Sprachen beginnt, deren Viel-heit wir gleichnissweise als einen strophischen Text aufjene Urmelodie der Lust- und Unlustsprache ansehendürfen. Das ganze Bereich des Consonantischen undVocalischen glauben wir nur unter die Geberdensymbolikrechnen zu dürfen — Consonanten und Vocale sind ohneden vor allem nöthigen fundamentalen Ton nichts alsStellungen der Sprachorgane, kurz Geberden —; sobaldwir uns das Wort aus dem Munde des Menschen hervor-quellen denken, so erzeugt sich zu allererst die Wurzeldes Wortes und das Fundament jener Geberdensymbolik,der Tonuntergrund, der Wiederklang der Lust- undUnlustempfindungen. Wie sich unsre ganze Leiblichkeitzu jener ursprünglichsten Erscheinungsform, dem „Willen“verhält, so verhält sich das consonantisch-vocalische Wortzu seinem Tonfundamente.
Diese ursprünglichste Erscheinungsform, der „Wille“,mit seiner Scala der Lust- und Unlustempfindungen,kommt aber in der Entwicklung der Musik zu einemimmer adäquateren symbolischen Ausdruck: als welchemhistorischen Process das fortwährende Streben derLyrik nebenher läuft, die Musik in Bildern zu um-schreiben: wie dieses Doppelphänomen, nach der soebengemachten Ausführung, in der Sprache uranfänglich*vorgebildet liegt.