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9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
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Griechenland ist das Bild eines Volkes, das ganzjene höchsten Intentionen des Willens erreicht und immerdie nächsten Wege dazu gewählt hat.

Dies glückliche Verhältniss der griechischen Entwick-lung zumWillen verleiht der griechischen Kunst jenes satteLächeln, welches wir griechische Heiterkeit nennen.

In ungünstigen Verhältnissen ist das sehnsüchtigeLächeln das Höchst-Erreichbare, z. B. bei Wolframvon Eschenbach und bei Wagner. Es giebt dagegenauch eine Heiterkeit niedriger Art, die des Sklavenund des Greises.

Jenes satte Lächeln ist das Leuchten des Blicks amSterbenden. Es ist etwas der Heiligung Paralleles.Es begehrt nicht mehr; darum wirkt es auf den Be-gehrlichen kühl, abweisend, flach. Es zeigt nicht mehrden fernen Horizont des unbefriedigten Wunsches.

Homer ist nicht heiter, Homer ist wahr. Die Tra-gödie erreicht mitunter (zum Beispiel Ödipus auf Kolonos)die satte Heiterkeit.

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Die Unfähigkeit des Einen, sich selbst zu denken.

Das Eine erzeugt in griechischer Heiterkeit aus sichden Schein: wie kann der Schein existiren? Nur alskünstlerischer Schein.

Es kommt zum Einen, Seienden, nichts hinzu.

Die Empfindung als Erscheinung: d. h. der Wille.

Dissonanz und Consonanz in der Musik wirkönnen davon sprechen, dass ein Akkord durch einenfalschen Ton leidet.