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Die Tragödie ist schön, insofern der Trieb, der dasSchreckliche im Leben schafft, hier als Kunsttrieb, mitseinem Lächeln, als spielendes Kind erscheint. Darinliegt das Rührende und Ergreifende der Tragödie ansich, dass wir den entsetzlichen Trieb zum Kunst- undSpieltrieb vor uns sehn. Dasselbe gilt von der Musik:sie ist ein Bild des Willens in noch universellerem Sinneals die Tragödie.
In den andern Künsten lächeln uns die Erscheinungenan, im Drama und in der Musik der Wille selbst. Jetiefer wir von der Unseligkeit dieses Triebes überzeugtsind, um so ergreifender wirkt dies sein Spiel.
dh
Man muss nur etwas sein, damit einem die Weltals etwas erscheint, das nicht sein soll.
147.
Die Visionen des Ur-Einen können ja nur adä-quate Spiegelungen des Seins sein. Insofern derWiderspruch das Wesen des Ur-Einen ist, kann es auchzugleich höchster Schmerz und höchste Lust sein: dasVersenken in die Erscheinung ist höchste Lust, wennder Wille ganz Aussenseite wird. Dies erreicht er imGenius. In jedem Moment ist der Wille zugleich höchsteVerzückung und höchster Schmerz: zu denken an dieIdealität von Träumen im Hirn des Ertrinkenden — eineunendliche Zeit und in eine Secunde zusammengedrängt.Die Erscheinung als werdende. Das Ur-Eine schautden Genius an, der die Erscheinung rein als Erscheinungsieht: dies ist die Verzückungsspitze der Welt. Insofernaber der Genius selbst nur Erscheinung ist, muss erwerden: insofern er anschauen soll, muss die Vielheit