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seinsziel: dorthin, wo der Schmerz und der Widerspruchnicht vorhanden erscheint. — Wir erkennen den Urwillennur durch die Erscheinung durch, d. h. unsre Erkennt-niss selbst ist eine vorgestellte, gleichsam einSpiegel des Spiegels. Der Genius ist das als rein an-schauend Vorgestellte: was schaut der Genius an?Die Wand der Erscheinungen, rein als Erscheinungen.Der Mensch, der Nicht-Genius, schaut die Erscheinungals Realität an oder wird so vorgestellt: die vor-gestellte Realität — als das vorgestellte Seiende — übteine ähnliche Kraft wie das absolute Sein: Schmerz undWiderspruch.
142.
Vor Schmerz sich selbst zerfleischen — das ist dasBöse, das immer der reinen Verzückung in der An-schauung entgegenkämpft. Der eine Wille schafft auchhierzu eine Wahnvorstellung und bricht hierdurch dieMacht des Bösen, das, wie der Schmerz in der Er-scheinungswelt ein unendlich kleiner ist, auch in derErscheinungswelt nur unendlich klein erscheint. Scheinbarwendet sich Erscheinung gegen Erscheinung, in Wahr-heit der Wille gegen sich selbst. Aber das ungeheureZiel des letzten Strebens wird nicht erreicht: der Willeist wie in einer Tarnkappe durch die Erscheinung ge-schützt.
143 -
Pflicht — Gehorsam gegen einen Trieb, der in Ge-stalt eines Gedankens erscheint. Gewöhnlich ist der Ge-danke dem Triebe nicht adäquat, sondern enthält einenästhetischen Reiz: er ist eine schöne Vorstellung.
dh