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9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
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Der eigentliche Process des Schlagens ist ja doch nureine Vorstellung, und die sich schlagenden Fasern eben-falls? Somit können wir sagen, dass der Schmerz deskleinsten Atoms zugleich der Schmerz des einen Willensist: und dass aller Schmerz ein und derselbe ist: dieVorstellung ist es, durch die wir ihn als zeitlich undräumlich wahrnehmen, bei Nichtvorstellung nehmen wirihn gar nicht wahr. Die Vorstellung ist die Verzückungdes Schmerzes, durch die er gebrochen wird. In diesemSinne ist der ärgste Schmerz doch noch ein gebrochener,vorgestellter Schmerz, gegenüber dem Urschmerz deseinen Willens.

Die Wahnvorstellungen als Verzückungen, um denSchmerz zu brechen.

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Wenn der Widerspruch das wahrhafte Sein, die Lustder Schein ist, wenn das Werden zum Schein gehört,so heisst die Welt in ihrer Tiefe verstehen den Wider-spruch verstehen. Dann sind wir das Sein und müssenaus uns den Schein erzeugen. Die tragische Erkenntnissals Mutter der Kunst.

1. Alles besteht durch die Lust; deren Mittel ist dieIllusion. Der Schein ermöglicht die empirische Existenz.Der Schein als Vater des empirischen Seins: das alsonicht das wahre Sein ist.

2. Wahrhaft seiend ist nur der Schmerz und derWiderspruch.

3. Unser Schmerz und unser Widerspruch ist derUrschmerz und der UrWiderspruch, gebrochen durch dieVorstellung (welche Lust erzeugt).