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Im Werden zeigt sich die Vorstellungsnatur derDinge: es giebt nichts, es ist nichts, alles wird, das heisst:ist Vorstellung.
1. Nachweis, warum die Welt nur eine Vorstellungsein kann.
2. Diese Vorstellung ist eine verzückte Welt, dieein leidendes Wesen projicirt. Analogie-Beweis: wirsind zugleich Wille, aber ganz in die Erscheinungsweltverstrickt. Das Leben als ein fortwährender, Erschei-nungen projicirender und dies mit Lust thuender Krampf.Das Atom als Punkt, inhaltslos, rein Erscheinung, injedem kleinsten Momente werdend, nie seiend. So istder ganze Wille Erscheinung geworden und schaut sichselbst an.
Jene aus der Qual erzeugte Vorstellung wendet sicheinzig der Vision zu. Sie hat natürlich kein Selbst-bewusstsein.
So sind auch wir nur der Vision, nicht des Wesensuns bewusst.
Leiden wir denn nun als einer Wille?
Wie könnten wir leiden, wenn wir rein Vor-stellung wären? Wir leiden als einer Wille, aberunsre Erkenntniss richtet sich nicht gegen den Willen,wir sehen uns nur als Erscheinungen. Wir wissen garnicht, was wir leiden, als einer Wille. Sondern wirleiden nur als vorgestellte Leidende. Nur dass wires nicht sind, die uns als Leidende zuerst vorstellen. Wiekann aber eine leidend gedachte Visionsgestalt wirklichleiden? Es kann ja nichts vergehen, weil nichts wirklichda ist — was leidet denn eigentlich? Ist nicht dasLeiden ebenso unerklärbar wie die Lust? Wenn zweiCorti’sche Fasern sich gegeneinander schlagen, warumleiden sie?