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9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
Entstehung
Seite
190
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Wenn das Ur-Eine den Schein braucht, so ist seinWesen der Widerspruch.

132.

Wie entsteht die Kunst? Die Lust der Er-scheinung, der Schmerz der Erscheinung das Apolli-nische und das Dionysische, die sich immer gegen-seitig zur Existenz reizen.

133 -

Die Hingabe an die Natur, das % ata cpvaiv gtfv derStoiker und des Ro,usseau, die mens sana in corporesano u. s. w.

1. Wer kennt die Ziele der Natur und wer über-haupt vermöchte das Unnatürliche?

2. Die Natur ist nichts so Harmloses, dem man

sich ohne Schauder übergeben könnte.

3. Es fragt sich überhaupt, ob wir etwas können,gegen die Natur, und ob wir uns der Naturüberhaupt hingeben können?

db

Meine Philosophie umgedrehter Platonismus: jeweiter ab vom wahrhaft Seienden, um so reiner schönerbesser ist es. Das Leben im Schein als Ziel.

134 -

Ein Naturschönes giebt es nicht. Wohl aber dasStörende-Hässliche und ein indifferenter Punkt. Mandenke an die Realität der Dissonanz gegenüber der