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9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
Entstehung
Seite
191
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Idealität der Consonanz. Productiv ist also der Schmerz,der als verwandte Gegenfarbe das Schöne erzeugtaus jenem indifferenten Punkte. Excentrisches Beispielan dem gemarterten Heiligen, der eine schmerzlose, jawonnereiche Verzückung fühlt. Wie weit geht nun dieseIdealität? Diese ist eine fortwährend lebende wachsende,eine Welt in der Welt. Ist nun aber die Realität vielleichtnur der Schmerz, und daher die Vorstellung geboren?Welcher Art ist aber dann der Genuss? Der Genussan etwas nicht Realem, nur Idealem? Und ist vielleichtalles Leben, soweit es Genuss ist, nichts als eine solcheRealität? Und welches ist jener indifferente Punkt, dendie Natur erreicht? Wie ist Schmerzlosigkeit möglich?Die Anschauung ist ein ästhetisches Product. Was istdann real? Was ist das Anschauende? Vielheit desSchmerzes und Indifferenz desselben als Zustände einesWesens möglich? Was ist das Wesen noch in jenenIndifferenzpunkten? Ist die Zeit vielleicht, ebenso wieder Raum aus diesen Differenzpunkten zu erklären?Und ist die Vielheit des Schmerzes vielleicht wieder ausjenen Differenzpunkten abzuleiten?

Hier ist wichtig die Vergleichung des Kunstwerkszu jenem indifferenten Punkt, aus dem es entsteht undVergleichung der Welt aus einem schmerzleeren Punkte.An dieser Stelle erzeugt sich die Vorstellung. DieSubjectivität der Welt ist nicht eine anthropomorphischeSubjectivität, sondern eine mundane: wir sind die Figurenim Traum des Gottes, die errathen, wie er träumt.

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Die künstlerische Lust muss auch ohne Menschenvorhanden sein. Die bunte Blüthe, der Pfauenschweif