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Moralität und Religion sind in’s Bereich der ästhe-tischen Absichten zu ziehen. Freier Wille (Vorstellungder Activität, des Lebens überhaupt) — Mitleid.
I 2 I.
Kunst und Wissenschaft.
1. Künstlerisch mystischer defectus in Sokrates —dabei jene Forderung des Traums — dabei jene künst-lerische Heiterkeit. Alle Kunst geht an ihm zu Grundeund doch ist er nicht wie Euripides ein Melancholiker.Worin liegt jener magische Heiterkeitszauber, dendie Systeme der Philosophen, Stoiker und Epikureer durchBegriffe zu erreichen suchten? Platonisches Symposion,Ironie. Hässlichkeit. Kein Rausch der Abstinenz.
2. Seine künstlerische Heiterkeit entladet sich in derMaieutik bei edlen Jünglingen. Plato ist ein sokratischesKunstwerk (wie der Künstler als ein Fremder seinemWerke gegenüber steht).
3. Der Glaube an die Weltcorrectur des Wissens:Wahnvorstellung der Wissenschaft. Gegensatz Lessing:die Wahrheitstendenz.
4. Die Logik als künstlerische Anlage, sie beisst sichin den Schwanz und lässt die Welt des Mythus offen.Mechanismus wie Wissenschaft in Kunst umschlägt —1) an den Grenzen der Erkenntniss, 2) aus der Logikheraus.
5. Wissenschaftliche Erziehung. „Befreiung vomInstincte“. Der apollinische Lehrer.
6. Noth wendigkeit der Wahnvorstellungen. DieWiederhersteller: die Religionslehrer.
7. Der Heilige als „Befreiung von der Logik“.
8. Alexandrinismus und Johannesevangelium.
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