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ihm als Mittel des Genius — der auch seine Vernichtungals Mittel des kriegerischen Kunstwerks belieben kann —komme ein Grad von Würde zu, jener Würde nämlich,zum Mittel des Genius gewürdigt zu sein. Wasaber hier an einem einzelnen Beispiel gezeigt ist, gilt imallgemeinsten Sinne: jeder Mensch, mit seiner gesammtenThätigkeit, hat nur soviel Würde, als er, bewusst oderunbewusst, Werkzeug des Genius ist; woraus sofort dieethische Consequenz zu erschliessen ist, dass der „Menschan sich“, der absolute Mensch, weder Würde, nochRechte, noch Pflichten besitzt; nur als völlig deter-minirtes, unbewussten Zwecken dienendes Wesen kannder Mensch seine Existenz entschuldigen.
§ i2. Der vollkommne Staat Plato’s ist nach diesenBetrachtungen gewiss noch etwas Grösseres als selbstdie Warmblütigen unter seinen Verehrern glauben, garnicht zu reden von der lächelnden Überlegenheitsmiene,mit der unsre „historisch“ Gebildeten eine solche Fruchtdes Alterthums abzulehnen wissen. Das eigentliche Zieldes Staates, die olympische Existenz und immer erneuteZeugung und Vorbereitung des Genius, dem gegenüberalles andere nur Werkzeuge, Hülfsmittel und Ermög-lichungen sind, ist hier durch eine dichterische Intuitiongefunden und mit Derbheit hingemalt. Plato sah durchdie schrecklich verwüstete Herme des damaligen Staats-lebens hindurch und gewahrte auch jetzt noch etwasGöttliches in ihrem Inneren. Er glaubte daran, dassman dies Götterbild herausnehmen könne und dass diegrimmige und barbarisch verzerrte Aussenseite nicht zumWesen des Staates gehöre: die ganze Inbrunst und Er-habenheit seiner politischen Leidenschaft warf sich aufjenen Glauben, auf jenen Wunsch — an dieser Gluthverbrannte er. Dass er in seinem vollkommnen Staate