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benutzt werden könne; und damit streben sie, so bewusstals möglich, einen Zustand an, in dem der Krieg eineUnmöglichkeit ist. Hierzu gilt es nun zuerst die poli-tischen Sondertriebe möglichst zu beschneiden und abzu-schwächen und durch Herstellung grosser gleich-wiegender Staatenkörper und gegenseitiger Sicher-stellung derselben den günstigen Erfolg eines Angriffs-kriegs und damit den Krieg überhaupt zur grösstenUnwahrscheinlichkeit zu machen: wie sie andererseits dieFrage über Krieg und Frieden der Entscheidung ein-zelner Machthaber zu entreissen suchen, um vielmehr anden Egoismus der Masse oder deren Vertreter appellirenzu können: wozu sie wiederum nöthig haben, die monar-chischen Instincte der Völker langsam aufzulösen. DiesemZwecke entsprechen sie durch die allgemeine Verbreitungder liberal-optimistischen Weltbetrachtung, welche ihreWurzeln in den Lehren der französischen Aufklärungund Revolution, das heisst in einer gänzlich ungerma-nischen, echt romanisch flachen und unmetaphysischenPhilosophie hat. Ich kann nicht umhin, in der gegen-wärtig herrschenden Nationalitätenbewegung und dergleichzeitigen Verbreitung des allgemeinen Stimmrechtsvor allem die Wirkungen der Kriegsfurcht zu sehen,ja im Hintergründe dieser Bewegungen, als die eigent-lich Fürchtenden, jene wahrhaft internationalen heimath-losen Geldeinsiedler zu erblicken, die, bei ihrem natür-lichen Mangel des staatlichen Instinctes, es gelernt haben,die Politik zum Mittel der Börse und Staat und Gesell-schaft als Bereicherungsapparate ihrer selbst zu miss-brauchen. Gegen die von dieser Seite zu befürchtendeAblenkung der Staatstendenz zur Geldtendenz ist daseinzige Gegenmittel der Krieg und wiederum der Krieg:in dessen Erregungen wenigstens doch soviel klar wird,
Nietzsche, Werke II. Abtheilung 1 . Bd. IX. T j