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leicht selbst gegen unser Bewusstsein, zu erreichen weiss.Auch in dem ungeheuren Apparat, mit dem das Menschen-geschlecht umgeben ist, in dem wilden Durcheinander-Treiben der egoistischen Ziele handelt es sich zuletzt umEinzelne: doch ist dafür gesorgt, dass diese Einzelnenihrer abnormen Stellung nicht froh werden. Schliesslichsind auch sie nichts als Werkzeuge des Willens undhaben das Wesen des Willens an sich zu erleiden: aberetwas ist in ihnen, für das der Reigentanz der Ge-stirne und der Staaten als ein Schauspiel aufgeführt wird.Auch hierin ist die griechische Welt aufrichtiger und ein-facher als die anderen Völker und Zeiten: wie überhauptdie Griechen das mit den Genien gemein haben, dass siewie die Kinder und als Kinder treu und wahrhaftig sind.Nur muss man mit ihnen sprechen können, um sie zuverstehn.
Der griechische Künstler richtet sich mit seinemKunstwerk nicht an den Einzelnen, sondern an denStaat: und wiederum war die Erziehung des Staatesnichts als die Erziehung aller zum Genuss des Kunst-werks. Alle grossen Schöpfungen, der Plastik undArchitektur sowohl als der musischen Künste, habengrosse, vom Staate gepflegte Volksempfindungen im Auge.Insbesondre ist die Tragödie alljährlich ein feierlich vonStaatswegen vorbereiteter und das ganze Volk vereinigen-der Act. Der Staat war ein nothwendiges Mittel derKunstwirklichkeit. Wenn wir aber jene einzelnen Wesenals das eigentliche Ziel der Staatstendenz zu bezeichnenhaben, jene in künstlerischer und philosophischer Arbeitsich verewigenden Menschen: so darf uns auch die un-geheure Stärke des politischen, im engsten Sinne desheimathlichen Triebes als eine Bürgschaft erscheinen,dass jene Reihenfolge einzelner Genien eine continuirliche