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9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
Entstehung
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als die Objectivation des bezeichneten Instinctes ist. Ander undefinirbaren Grösse und Macht solcher Erobererspürt der Betrachter, dass sie nur Mittel einer in ihnensich offenbarenden und doch vor ihnen sich verbergendenAbsicht sind. Gleich als ob ein magischer Wille vonihnen ausgienge, so räthselhaft schnell schliessen sich dieschwächeren Kräfte an sie an, so wunderbar verwandelnsie sich, bei dem plötzlichen Anschwellen jener Gewalt-lawine, unter dem Zauber jenes schöpferischen Kernes,zu einer bis dahin nicht vorhandenen Affinität.

Wenn wir nun sehen, wie wenig sich alsbald dieUnterworfnen um den entsetzlichen Ursprung- des Staatesbekümmern, so dass im Grunde über keine Art vonEreignissen uns die Historie schlechter unterrichtet alsüber das Zustandekommen jener plötzlichen gewaltsamenblutigen und mindestens an einem Punkte unerklärlichenUsurpationen: wenn vielmehr der Magie des werdendenStaates die Herzen unwillkürlich entgegenschwellen, mitder Ahnung einer unsichtbar tiefen Absicht, dort wo derrechnende Verstand nur eine Addition von Kräften zusehen befähigt ist: wenn jetzt sogar der Staat mit In-brunst als Ziel und Gipfel der Aufopferungen und Pflichtendes Einzelnen betrachtet wird: so spricht aus alledemdie ungeheure Nothwendigkeit des Staates, ohne den esder Natur nicht gelingen möchte, durch die Gesellschaftzu ihrer Erlösung im Scheine, im Spiegel des Genius, zukommen. Was für Erkenntnisse überwindet nicht dieinstinctive Lust am Staate! Man sollte doch denken,dass ein Wesen, welches in die Entstehung des Staateshineinschaut, fürderhin nur in schauervoller Entfernungvon ihm sein Heil suchen werde; und wo kann man nichtdie Denkmale seiner Entstehung sehen, verwüstete Länder,zerstörte Städte, verwilderte Menschen, verzehrenden