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9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
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sind jenes Problem recht eigentlich in die Mitte der Welt,als einenWirbel des Seins hinzustellen. Ein ästhetischesProblem so ernst zu nehmen ist freilich nach allen Seitenhin anstössig, sowohl für unsere Ästhetisch-Empfindsamenund ihre Ekel erregende Weichlichkeit als auch für jenesrobuste oder beleibte Gesindel, das in der Kunst nichtmehr als ein lustiges Nebenbei, als ein auch wohl zumissendes Schellengeklingel zumErnst des Daseins zuerkennen im Stande ist: als ob niemand wüsste, was esin dieser Gegenüberstellung mit einem solchenErnstdes Daseins auf sich habe. Wenn nun gar aus so ver-schiedenen Kreisen das Wortgriechische Heiterkeit indie Welt hin einklingt, so dürfen wir immer schon zu-frieden sein, wenn es nicht geradewegs alsbequemerSensualismus zu interpretiren ist: in welchem SinneHeinrich Heine das Wort häufig und immer mit sehn-süchtiger Regung gebraucht hat. j Diejenigen aber, derenLob bei der Durchsichtigkeit, Klarheit, Bestimmtheit undHarmonie der griechischen Kunst stehen bleibt, imGlauben, unter dem Schutze des griechischen Vorbildessich mit allem Entsetzlichen des Daseins abfinden zukönnen eine Gattung Menschen, die von Ihnen be-reits, mein verehrter Freund, in Ihrer denkwürdigenSchriftüber das Dirigiren mit unvergleichlich scharfenZügen ans Licht gestellt worden ist diese sind zuüberzeugen, dass es zum Theil an ihnen liegt, wenn derUnterboden der griechischen Kunst ihnen flach erscheint,zum Theil auch am innersten Wesen der besagtengriechischen Heiterkeit: in welchem Bezüge ich denBesten unter ihnen andeuten möchte, es gienge ihnenwie solchen, die in das hellste, von der Sonne durch-schienene Seewasser sehen und den Grund des Sees ganzin ihrer Nähe wähnen, als ob er mit der Hand zu er-