125
ändert sich nichts. Der Wille thut seine Nothwendigkeit,und die Vorstellung sucht das universell besorgte Wesendes Willens zu erreichen. In dem Denken an das Wohlgrösserer Organismen, als das Individuum ist, liegt dieBildung.
II3-
Der tragische Mensch — als der berufene Lehrerder Menschen.
Die Bildung und Erziehung muss nicht die Durch-schnittsbegabung an und Intellect zur Norm nehmen,sondern eben jene tragischen Naturen —
Hier liegt die Lösung der socialen Frage. Der reicheoder begabte Egoist ist ein Kranker und dem Mitleidenpreisgegeben.
Ich sehe ungeheure Conglomerate an Stelle der ver-einzelten Capitalisten treten. Ich sehe die Börse demFluche verfallen, dem jetzt die Spielbanken gefallen sind.
114.
Was ist Erziehung? Dass man sofort alles Er-lebte unter bestimmten Wahnvorstellungen begreift. DerWerth dieser Vorstellungen bestimmt den Werth derBildungen und Erziehungen. In diesem Sinne ist Er-ziehung Intellectsache, somit bis zu einem Grade wirk-lich möglich.
Diese Wahnvorstellungen werden nur durch dieWucht der Persönlichkeiten mitgetheilt. Insofernhängt die Erziehung von der moralischen Grösse unddem Charakter der Lehrer ab.
Zauberische Einwirkung von Person auf Person:alle höhere Willenserscheinung, die schon aus dem Banne