Dies Symbol ist das Wahnbild, durch das ein allgemeinerTrieb eine subjective individuelle Reizung ausübt.
Das Gefühl: mit Willen und unbewusster Vor-stellung, die That: mit Willen und bewusster Vor-stellung.
Wo fängt die That an? Sollte „That“ nicht aucheine Vorstellung, etwas Undefinirbares sein? Eine sicht-bar werdende Willensregung? Aber sichtbar? DieseSichtbarkeit ist etwas Zufälliges und Äusserliches. DieBewegung des Mastdarms ist auch eine Willensregung,die sichtbar wäre, wenn wir dorthin Augen bringenkönnten.
Der bewusste Wille charakterisirt auch nicht dieThat; denn wir können auch eine Empfindung bewussterstreben, die wir doch eben nicht That nennen würden.
Was ist das Bewusstwerden einer Willensregung?Ein immer deutlicher werdendes Symbolisiren. DieSprache, das Wort nichts als Symbol. Denken, das heisstbewusstes Vorstellen, ist nichts als die Vergegenwärtigung,Verknüpfung von den Sprachsymbolen. Der Ur-Intellectist darin etwas ganz Verschiednes: er ist wesentlichZweckvorstellung, das Denken ist Symbolerinnerung.Wie die Spiele des Sehorgans bei geschlossenen Augen,die auch die erlebte Wirklichkeit im bunten Wechseldurcheinander reproduciren, so verhält sich das Denkenzur erlebten Wirklichkeit: es ist ein stückweises Wieder-käuen.
Die Trennung von Wille und Vorstellung ist ganzeigentlich eine Frucht der Nothwendigkeit im Denken:es ist eine Reproduction, eine Analogie nach dem Er-lebniss, dass wenn wir etwas wollen, uns das Ziel vorAugen schwebt. Dies Ziel aber ist nichts als eine repro-ducirte Vergangenheit: in dieser Art macht sich die