Die mitleidige Handlung ist eine Correctur der Weltim Handeln; im Reiche des Denkens entspricht ihr dieReligion. So steht das Schaffen im Schönen neben demSchön-finden.
Ist das Individualsystem im Guten durchbrochen?Das reine Nach-Existenz-Haschen des Willens ist ge-nügend, um daraus die Ethik abzuleiten.
Die Pflicht: der Gehorsam gegen Vorstellungen:eine Täuschung! Die wahren Beweggründe des Willenswerden von diesen Pflichtvorstellungen verdeckt. Mandenke an die Pflichten gegen das Vaterland u. s. w. EinePflichthandlung ist ethisch werthlos als Pflichthandlung,weil weder ein Gedicht noch eine Handlung durch Ab-straction gemacht wird. Sie ist aber werthvoll, weil sieeben nicht aus der Abstraction, aus der Pflicht entstehenkann und doch geschehn ist.
Güte und Liebe sind geniale Eigenschaften: diehöchste Macht geht von ihnen aus, also spricht hier derInstinct, der Wille. Es ist ein Einheitstrieb, die Offen-barung einer höheren Ordnung, die sich in Güte LiebeBarmherzigkeit Mitleid kundgiebt.
Güte und Liebe praktische Weltcorrectionstriebe —neben der Religion, die als Wahnvorstellung dazwischen-tritt. Sie sind mit dem Intellect nicht verwandt, er hatgar keine Mittel sich mit ihnen zu befassen. Sie sindreiner Instinct, Gefühl mit einer Vorstellung gemischt.
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Die Vorstellung im Gefühl hat zu der eigent-lichen Willensregung nur die Bedeutung des Symbols.