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und Menschen sind nur die Organe des bewussten Er-kennens. Die ungeheure Weisheit seiner Bildung istbereits die Thätigkeit eines Intellects. Die individuatioist nun jedenfalls nicht das Werk des bewussten Er-kennens, sondern jenes Ur-Intellects. Dies haben dieKantisch-Schopenhauerischen Idealisten nicht erkannt.Unser Intellect führt uns nie weiter als bis zum be-wussten Erkennen: insofern wir aber noch intellectuellerInstinct sind, können wir noch etwas über den Ur-Intellect zu sagen wagen. Über diesen trägt kein Pfeilhinaus.
60.
In den grossen Organismen wie Staat, Kirche kommendie menschlichen Instincte zur Geltung, noch mehr imVolk, in der Gesellschaft, in der Menschheit; viel grössereInstincte in der Geschichte eines Gestirns: in Staat,Kirche u. s. w. giebt es eine Unzahl Vorstellungen, vor-geschobenen Wahn, während hier schon der Gesammt-instinct schafft.
Vom Standpunkte des bewussten Denkens erscheintdie Welt wie eine Unsumme ineinander geschachtelterIndividuen: womit eigentlich der Begriff des Individuumsaufgehoben ist. Die Welt ein ungeheurer sich selbst ge-bärender und erhaltender Organismus: die Vielheit liegtin den Dingen, weil der Intellect in ihnen ist. Vielheitund Einheit dasselbe — ein undenkbarer Gedanke.
Vor allem wichtig einzusehn, dass die Individuationnicht die Geburt des bewussten Geistes ist. Darumdürfen wir von Wahnvorstellungen reden, unter der Vor-aussetzung der Realität der Individuation.