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uralten durch die Olympier entthronten Götterwelt —•corrigirt, indem dieser Dämon in ein Werkzeug in derHand des gerecht strafenden Zeus verwandelt wird. Derebenfalls uralte — gleichfalls den Olympiern fremde —Gedanke des Geschlechtsüuches wird aller Herbigkeitentkleidet, da es bei Äschylus keine Nothwendigkeitzum Frevel für den Einzelnen giebt und jeder davonkommen kann.
Während Äschylus das Erhabene in der Erhabenheitder olympischen Rechtspflege findet, sieht es Sophokles— wunderbarer Weise — in der Erhabenheit der Un-durchdringbarkeit der olympischen Rechtspflege. Er stelltin allen Punkten den Volksstandpunkt wieder her. DieUnverdientheit eines entsetzlichen Schicksals schien ihmerhaben, die wahrhaft unlösbaren Räthse] des Menschen-daseins waren seine tragische Muse. Das Leiden gewinntbei ihm seine Verklärung; es wird aufgefasst als etwasHeiligendes. Der Abstand zwischen dem Menschlichenund Göttlichen ist unermesslich; es ziemt sich daher tiefsteErgebung und Resignation. Die eigentliche Tugend istdie GatpQoGvvT], eigentlich eine negative Tugend. Dieheroische Menschheit ist die edelste Menschheit ohnejene Tugend; ihr Schicksal demonstrirt jene unendlicheKluft. Eine Schuld giebt es kaum, nur einen Mangelder Erkenntniss über den Werth des Menschen und seineGrenzen.
Dieser Standpunkt ist jedenfalls tiefer und innerlicherals der äschyleische, er nähert sich der dionysischenWahrheit bedeutend und spricht sie ohne viel Symboleaus — und trotzdem! erkennen wir hier das ethischePrincip des Apollo hinein geflochten in die dionysischeWeltanschauung. Bei Äschylus ist der Ekel aufgelöstin den erhabenen Schauer vor der Weisheit der Welt-