3. Aus den Vorarbeiten zu den Vorträgen:„Das griechische Musikdrama“ und „Sokrates unddie Tragödie“.
i.
Was ist Kunst? Die Fähigkeit, die Welt des Willenszu erzeugen ohne Willen? Nein. Die Welt des Willenswieder zu erzeugen, ohne dass das Product wieder will.Also es gilt Erzeugung des Willenlosen durch Willenund instinctiv. Mit Bewusstsein nennt man dies Hand-werk. Dagegen leuchtet die Verwandtschaft mit derZeugung ein, nur dass hier das Willensvolle wiederentsteht.
2.
Der Ursprung aus dem Satyrdrama ist mir wunder-lich fremd: doch sagt es ja der Name. Jedenfalls müssenDithyramb und Phallika verschieden sein.
Und dass das Satyrspiel später wieder willkürlich-officiell restaurirt wird? Ist das nicht [iv&o?zoilct?
Die tqaycoSia wird zunächst eine singende Gruppe imKostüm gewesen sein.
Die Phallika eine wandernde Procession mit Liedund Possenreissern. Also natürlich dialogisch vom Be-ginn, mit wechselnder Umgebung und immer neuenAnlässen zu Spott und Hohn, ganz persönlichster Art:ein Fastnachtsspiel, eine Mummerei, durch die Stadtziehend.
Sind vielleicht die i£uQ%ovtsg roC öi&vqä^ßov die, welchezunächst das Ganze, die singende Gruppe zu erklärenhaben? Etwa in einem euripideischen Prolog? Oder istletzterer nur mit Unrecht als archaischer Prolog bezeich-