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lieh, einen Geist bei einer Mittagsmahlzeit erscheinen zulassen: es ist lächerlich, von einer so geheimnissvollen,ernst-begeisterten Muse, wie es die Muse der tragischenMusik ist, zu verlangen, dass sie in der Gerichtshalle, inden Zwischenpausen dialektischer Gefechte singen solle.Im Gefühl dieser Lächerlichkeit verstummte die Musikin der Tragödie, gleichsam erschreckt über ihre unerhörteEntweihung; immer seltener wagte sie ihre Stimme zuerheben, endlich wird sie verwirrt, sie singt Dinge, dienicht hin gehören, sie schämt sich und flüchtet ganz ausden Theaterräumen. Um ganz unverhüllt zu sprechen:die Blüthe und der Höhepunkt des griechischen Musik-dramas ist Äschylus in seiner ersten grossen Periode,bevor er noch von Sophokles beeinflusst wurde: mitSophokles beginnt der ganz allmähliche Verfall, bis end-lich Euripides mit seiner bewussten Reaction gegen dieäschyleische Tragödie das Ende mit Sturmeseile herbei-führt.
Dieses Urtheil ist nur einer gegenwärtig verbreitetenÄsthetik zuwider laufend: in Wahrheit kann für dasselbekein geringeres Zeugniss geltend gemacht werden, alsdas des Aristophanes, der wie kein andrer Genius demÄschylus wahlverwandt ist. Gleiches aber wird nur vonGleichem erkannt.