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9 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 1 (1903) Aus den Jahren 1869 - 1872
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Schlackenhügel, der ehedem als das classische Alterthumbezeichnet wurde, jetzt fruchtbares, ja üppiges Acker-land geworden ist.

Und noch ein Zweites möchte ich jenen Freundendes Alterthums Zurufen, die von der classischen Philologiesich missvergnügt abwenden. Ihr verehrt ja die unsterb-lichen Meisterwerke des hellenischen Geistes in Wort undBild und wähnt euch um vieles reicher und beglückterals jede Generation, die sie entbehren musste: nun, sovergesst nicht, dass diese ganze zauberische Welt einst-mals vergraben lag, überschüttet von berghohen Vor-urtheilen, vergesst nicht, dass Blut und Schweiss unddie mühsamste Gedankenarbeit zahlloser Jünger unsererWissenschaft nöthig war, um jene Welt aus ihrer Ver-senkung emporsteigen zu lassen. Die Philologie ist janicht die Schöpferin jener Welt, sie ist nicht die Ton-dichterin dieser unsterblichen Musik; aber sollte es nichtein Verdienst sein und zwar ein grosses, auch nur Virtuosezu sein und jene Musik zum ersten Mal wieder ertönenzu lassen, sie, die so lange unentziffert und ungeschätztim Winkel lag? Wer war denn Homer vor der muthigenGeistesthat Wolfs? Ein guter Alter, im besten Falle unterder SignaturNaturgenie bekannt, jedenfalls das Kindeines barbarischen Zeitalters, voller Verstösse gegen denguten Geschmack und die guten Sitten. Hören wir doch,wie noch 1783 ein vortrefflicher Gelehrter über Homerschreibt:Wo hält sich doch der liebe Mann auf?Warum blieb er denn so lange incognito? A prop os,wissen Sie mir nicht eine Silhouette von ihm zu be-lcommen?

Dankbarkeit fordern wir, durchaus nicht in unseremNamen, denn wir sind Atome aber im Namen derPhilologie selbst, die zwar weder eine Muse noch