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eine Grazie, aber eine Götterbotin ist; und wie die Musenzu den trüben, geplagten böotischen Bauern niederstiegen,so kommt sie in eine Welt voll düsterer Farben undBilder, voll von allertiefsten und unheilbarsten Schmerzenund erzählt tröstend von den schönen lichten Götterge-stalten eines fernen, blauen, glücklichen Zauberlandes.
Soviel. Und doch müssen noch ein paar Worte ge-sagt werden, noch dazu der allerpersönlichsten Art. Aberder Anlass dieser Rede wird mich rechtfertigen.
Auch einem Philologen steht es wohl an, das Zielseines Strebens und den Weg dahin in die kurze Formeleines Glaubensbekenntnisses zu drängen; und so sei diesgethan, indem ich einen Satz des Seneca also umkehre:„fihilosofihia facta est quae philologia fuit.“
Damit soll ausgesprochen sein, dass alle und jedephilologische Thätigkeit umschlossen und eingehegt seinsoll von einer philosophischen Weltanschauung, in deralles Einzelne und Vereinzelte als' etwas Verwerflichesverdampft und nur das Ganze und Einheitliche bestehenbleibt. Und so lassen Sie mich hoffen, dass ich mitdieser Richtung kein Fremdling unter Ihnen sein werde,geben Sie mir die Zuversicht, dass ich, in dieser Ge-sinnung mit Ihnen arbeitend, im Stande sein werde, ins-besondere auch dem ausgezeichneten Vertrauen, das mirdie hohen Behörden dieses Gemeinwesens erwiesen haben,in würdiger Weise zu entsprechen.