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stündlich zu sein, meine Freunde: durch die Munterkeitnicht, wie sehr sie auch mich zwingt, einer Sache ge-schwind beizukommen, um ihr überhaupt beizukommen.Denn ich halte es mit tiefen Problemen wie mit einemkalten Bade — schnell hinein, schnell hinaus. Dass mandamit nicht in die Tiefe, nicht tief genug hinunterkomme, ist der Aberglaube der Wasserscheuen, derFeinde des kalten Wassers; sie reden ohne Erfahrung.Oh! Die grosse Kälte macht geschwind! — Und neben-bei gefragt: bleibt wirklich eine Sache dadurch alleinschon unverstanden und unerkannt, dass sie nur imFluge berührt, angeblickt, angeblitzt wird? Muss mandurchaus erst auf ihr fest sitzen? auf ihr wie auf einemEi gebrütet haben? Dm noctuque incubando, wie Newtonvon sich selbst sagte? Zum Mindesten giebt es Wahr-heiten von einer besonderen Scheu und Kitzlichkeit,deren man nicht anders habhaft wird als plötzlich, —die man überraschen oder lassen muss . . . Endlichhat meine Kürze noch einen andern Werth: innerhalbsolcher Fragen, wie sie mich beschäftigen, muss ichVieles kurz sagen, damit es noch kürzer gehört wird.Man hat nämlich als Immoralist zu verhüten, dass mandie Unschuld verdirbt, ich meine die Esel und die altenJungfern beiderlei .Geschlechts, die Nichts vom Lebenhaben als ihre Unschuld; mehr noch, meine Schriftensollen sie begeistern, erheben, zur Tugend ermuthigen.Ich wüsste Nichts auf Erden, was lustiger wäre, als be-geisterte alte Esel zu sehn und Jungfern, welche durchdie süssen Gefühle der Tugend erregt werden: und „dashabe ich gesehn“ — also sprach Zarathustra. So viel inAbsicht der Kürze; schlimmer steht es mit meiner Un-wissenheit, deren ich selbst vor mir selber kein Hehlhabe. Es giebt Stunden, wo ich mich ihrer schäme;